Vor der Kolonialisierung lebten die Ureinwohner Uruguays, die Charrua Indianer, auf den heutigen Staatsgebiet. Diese stammten von den Guarani Indianern Paraguays ab. Das Gebiet wurde von den spanischen Konquistadoren im Jahr 1516 entdeckt und erobert. Da das Gold- und Silbervorkommen im Land allerdings relativ gering war, wurde die Region im 16. und 17. Jahrhundert nur dünn besiedelt. Erst die von den Spaniern eingeführten Rinder versprachen Reichtum für das Land. Außerdem versuchten die ersten europäischen Siedler,die Expansion der Kolonialmacht Portugals an Brasiliens grenzen zu verhindern.
Im 18. Jahrhundert wurde die heutige Hauptstadt Montevideo als militärische Festung gegründet. Der Hafen der Stadt wurde zum wirtschaftlichen Zentrum des Landes, gleichzeitig aber auch Gegenpol der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Das 19. Jahrhundert wurde vor allem durch die Kolonialkämpfe Spaniens, Englands und Portugals geprägt. Jose Gervasio Artigas führte 1811 erfolgreich eine Revolte gegen Spanien und wurde somit zum Volkshelden. 1821 wurde die Provinz östlich des Rio Plata von den Portugiesen zu brasilianischen Besitz. Diese erklärte sich wiederum am 25. August 1825 nach etlichen Aufständen von Brasilien für unabhängig, wurde aber zum Staatsgebiet von Argentinien. Nach drei Jahren Krieg besiegten Argentinien und Uruguay Brasilien. Der Staat Uruguay wurde schließlich mit dem Vertrag von Montevideo 1828 gegründet. Der erste Präsident Jose Battle y Ordonez legte die Grundsteine für Uruguays moderne politische Entwicklung. Er führte verschieden Wohlfahrtsprogramme sowie soziale und ökonomische Verbesserungen ein. Diese Verbesserungen wurden von seinen Nachfolgern weiter verfolgt bis es 1966 zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten kam, die zur Verfassungsänderung führten. 1967 galt die neue Verfassung als offiziell. Im Jahr 1973 schlossen bewaffnete Kräfte den Kongress und stellten ein militärisches Regime her, bis sie 1980 aufgrund einer Volksabstimmung zurückgewiesen wurden. Die ersten Wahlen nach dem Regime gewann Julio Maria Sanguinetti im Jahre 1984. In seiner Amtszeit von 1985 bis 1990 führte er ökonomische Verbesserungen ein, die vor allem den Außenhandel förderte. Damit erzielten er einen relativen Wohlstand im Land. Der Kandidat der Nationalpartei, Luis Alberto Lacalle, gewann die Präsidentschaftswahlen von 1989. Lacalle liberalisierte den Handel und ermöglichte es Uruguay den Beitritt zum MERCOSUR (Southern Cone Common Market), einem wirtschaftlichen Zusammenschluss einiger südamerikanischer Länder. Die Wahlen von 1999 gewann der Präsident Battle. In seiner Regierungszeit kam es zur wirtschaftlichen Rezension. Im Oktober 2004 wurde in Uruguay zum ersten Mal der erste Kandidat einer Linkspartei, Tabaré Vázquez zum Präsidenten gewählt.